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Erich von Maurnböck

Erich von Maurnböck

Facebook, LinkedIn & Clubhouse – Aktuelle Datenlecks

Datenschutzmängel bei Facebook sind keine Neuigkeiten, nun hat sich die Social-Media-Plattform allerdings mit einem besonders schweren Datenleck in die Nachrichten manövriert. Auch LinkedIn und Clubhouse sind aktuell aus ähnlichen Gründen in aller Munde. Lesen Sie in diesem Beitrag genauere Informationen zu den Vorfällen.

Datenmissbrauch bei Facebook

Vor einigen Wochen wurde bei Facebook eine schwere Datenpanne mit rund 530 Millionen betroffenen Personen bekannt. Durch eine Sicherheitslücke wurde eine enorm hohe Menge an personenbezogenen Daten im Internet veröffentlicht, welche in einem Forum für Cyberkriminelle auftauchten und dort kostenfrei zur Verfügung standen. Das Leak war bereits vor Jahren bekannt geworden und laut der Social-Media-Plattform 2019 behoben worden.

Unter den Betroffenen befinden sich 6 Millionen Deutsche, die sich nun mit der Unterstützung des Münchner Unternehmens „Europäische Gesellschaft für Datenschutz“ (EuGD) zu einer Klage auf Schadenersatz für immateriellen Schaden entschlossen haben. Sollte diese erfolgreich sein, könnte jeder betroffenen Person 1000,- € Schadenersatz zukommen. Dies hätte wohl einen abschreckenden Effekt, sogar für Facebook!

Datenmissbrauch bei LinkedIn

Auch bei LinkedIn wurde kurz darauf ein Fall von Datenmissbrauch publik. Mehr als 500 Millionen Profildaten wurden in einem populären Hackerforum gegen eine geringe Gebühr zum Verkauf angeboten. Bei den Daten handelt es sich um Namen, Telefonnummern, Email Adressen und Arbeitgebende. Das soziale Netzwerk für Geschäftskontakte bezeichnet den Vorfall als unerlaubtes Scraping. Damit sind bestimmte Techniken gemeint, die durch gezieltes Extrahieren von Daten, zum Gewinn bestimmter Informationen herangezogen werden.

Datenmissbrauch bei Clubhouse

Clubhouse ist die jüngste Social-Media-Plattform und hat in den letzten Monaten große Bekanntheit erlangt. Zuletzt fiel die Trend-App jedoch ebenso wie Facebook und LinkedIn äußerst negativ in den Schlagzeilen auf. Auch von Clubhouse-Nutzern wurden personenbezogene Daten im Internet frei zugänglich gemacht. In diesem Fall wurde ebenso wie bei LinkedIn durch Datenscraping eine Datenbank der gesammelten Daten erstellt, die ein gefundenes Fressen für Hacker darstellt. Von diesem Vorfall sind insgesamt 1,3 Millionen Nutzer betroffen.

Unsere Praxistipps

  • Werfen Sie unbedingt einen Blick auf Ihre Online-Konten und seien Sie vorsichtig beim Öffnen von Emails oder Nachrichten auf oder von den betroffenen Plattformen.
  • Verwenden Sie in allen Konten sichere und unterschiedliche Passwörter und ändern Sie diese regelmäßig. In diesem Beitrag finden Sie wichtige Informationen zum Passwortmanagement.
  • Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist sehr zu empfehlen.
  • Unter diesem Link können Facebook-User überprüfen, ob sie betroffen sind.
  • Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen.

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