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Birgit von Maurnböck

Birgit von Maurnböck

Schwere Datenpanne mit sensiblen Daten

In Bremerhaven hat sich eine schwere Datenpanne ereignet, bei der vom Integrationsamt eine Namensliste zu kündigender Hafenmitarbeiter verschickt wurde. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie es genau dazu gekommen ist und was Sie in Ihrem Unternehmen tun können und müssen, um solche Vorfälle gar nicht erst passieren zu lassen.

Auslöser der Datenpanne

Das Bremerhavener Integrationsamt hat versehentlich eine Namensliste verschickt, auf der 140 Menschen mit einer schweren Beeinträchtigung erfasst waren, die vom insolventen Gesamthafenbetriebsverein (GHBV) gekündigt werden sollten. Bei Kündigungen, die Menschen mit einer schweren Beeinträchtigung betreffen, ist eine Zustimmung durch das Amt notwendig. Beim Austausch mit den Betroffenen wurde unbeabsichtigt die gesamte Liste mit allen Namen ausgesendet. Darauf waren personenbezogene Daten wie das Geburtsdatum, sowie auch die Betriebszugehörigkeit einzusehen. Und natürlich ist die Information, dass jemand behindert ist, ein sensibles Gesundheitsdatum!

Reaktionen auf die Datenpanne

In einem darauffolgenden Schreiben ersuchte das Amt darum, die Daten nicht weiterzugeben. Dieser Schritt kam jedoch zu spät und war wenig effektiv: Die Daten waren bereits abfotografiert und ins Internet hochgeladen worden. Die gekündigten Arbeiter, die zum einen aufgrund der Datenpanne, zum anderen aber besonders auch wegen ihrer Kündigung wütend waren, werfen dem Amt schweren Datenmissbrauch vor.

Folgen der Datenpanne

Die Geschäftsführung des GHBV hat sich vorschriftsgemäß an den Landesdatenschutzbeauftragten gewandt und die Panne gemeldet. Die datenschutzrechtlichen Folgen sind noch nicht klar, die Datenpanne wurde erst letzte Woche publik.

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